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Atemlos durch die Nacht in Berlin

Berlin bei Nacht @ Foto Markus Schollmeyer Freikopf
Berlin bei Nacht @ Foto Markus Schollmeyer

Berlin ist hip, Berlin ist cool. Das war Grund genug die Stadt kulinarisch zu testen. Dabei habe ich mich mal wieder auf die gehobenen Gastroangebote gestürzt. Um es vorwegzunehmen: ich war schwer begeistert. Coole Restaurants, lässige Bars und eine lockere Atmosphäre.

Berlin ist immer für eine Überraschung gut. Wo in anderen Städten Wert auf die modernsten Dinge gelegt wird, trifft man in Berlin auf Kult und Retro. In meinem Fall was das ein Peugeot Taxi aus dem Jahr 1962, welches mich im Louis de Funes Style durch die Hauptstadt schaukelte. Angekommen bin ich trotzdem und lustig war´s auch.

Hauptstadt der Currywurst

Mit dem Kult Taxi durch die Nacht © Foto Markus Schollmeyer Freikopf
Mit dem Kult Taxi durch die Nacht © Foto Markus Schollmeyer

Berlin steht vor allem für die Curry Wurst. Deshalb gibt es sie auch an jeder Ecke, was wiederum die Frage aufwirft, wo es die beste gibt. Mein Tipp: Biers Curry 195 auf dem Ku´Damm Nr. 195. Am besten geht man nachts dorthin, denn dann trifft man bunt gemischte, unterschiedlichste Menschen auf dem Weg durch die Nacht. Das Besondere sind aber nicht nur die Mischung der Gäste, sondern man kann man die Wurst mit einem Glas (oder auch einer Flasche) Champagner veredeln. Sogar einen Dom Perignon habe ich dort gesehen. Während man isst, kann man seinen Blick nicht nur über die Nachtschwärmer schweifen lassen, sondern sich auch die Bilder der prominenten Gäste – angefangen von Harald Juhnke bis Gerhard Schröder – ansehen, die schon dort waren.

Edel Essen und Feiern

Berlin Bar Cantina 1000 © Foto Markus Schollmeyer Freikopf
Berlin Bar Cantina 1000 © Foto Markus Schollmeyer

Wem der Sinn nach einem stylischem Asiaten steht, dem sei die Cantina Bar 1000 auf dem Schiffbauerdamm 11 empfohlen. Das Besondere – neben dem superleckeren Essen – ist der Eingang unter dem Bahnhof Friedrichstraße. Unter der Eisenbahnbrücke ist eine unscheinbare graue Stahltüre, die man leicht übersieht. Um eingelassen zu werden, muss man nicht nur die Türe finden, sondern auch die Klingel. Sonst wartet man ewig. Das Restaurant ist in einem U-Bahnschacht untergebracht und teilt sich in ein Restaurant und eine Bar. So kann man nach dem Essen auch einen leckeren Cocktail trinken. Wer nicht Essen möchte, kann natürlich auch sofort an die Bar.

Berlin The Grand @ Foto Markus Schollmeyer Freikopf
Berlin The Grand @ Foto Markus Schollmeyer

Für Freunde von Steak und Rotwein hält Berlin das The Grand bereit. Dort scheint die Zeit stehengeblieben zu sein. Obwohl ein Smartphone oder mindesten ein Handy zur Grundausstattung gehört, gibt es dort ein altes öffentliches Telefon mit Wählscheibe. Und genau das ist das Besondere: Das alte Telefon und von der Wand hängende Tapeten geben das kultige Ambiente für Weltklasse Essen und tolle Weine. Allerdings sind auch die Preise nicht von schlechten Eltern. Gemessen an der Qualität stimmt aber das Preis-Leistungs-Verhältnis wieder. Auch hier gibt es eine Bar für den Cocktail danach.

Im Mondo Pazzo in der Schlüterstraße treffen sich die schicken Berliner und ihrer Freunde, um bei Pasta mit Trüffel zu feiern. Sicher lecker, allerdings könnte das Restaurant auch in jeder anderen Stadt stehen. Das hat mich abgeschreckt, aber wer gerne italienisch im guten Ambiente und mit „schönen“ Gästen speist, ist hier sicher gut aufgehoben. Wer das Gleiche in spanisch möchte, wird sich im Yosoy in den Hackeschen Höfen wohlfühlen.

Cocktails im besonderen Ambiente

öffentliches  im The Grand © Foto Markus Schollmeyer Freikopf
öffentliches Telefon im The Grand © Foto Markus Schollmeyer

Apropos Cocktail. Mir hat es in der Amano Bar im gleichnamigen Hotel und in der Neuen Odessa Bar sehr gut gefallen. Über die Amano Bar habe ich gehört, dass die dortigen Barkeeper schon viele Preise abgeräumt haben. Während die Amano Bar schick mit viel Schwarz und Marmor daherkommt, ist die Odessa Bar was für Leute die den Berliner Style mögen. Dort sind die Möbel abgenutzt, man sitzt auch schon mal auf dem Fensterbrett oder steht am abgewetzten Tresen und genießt den Flair Berlins, der die Stadt auszeichnet.

An dieser Stelle und zu guter Letzt vielen Dank an Ben, einem im Exil lebenden, waschechten Berliner, der mir viele Tipps für seine Heimatstadt gegeben hat. Daumen hoch!